Holzgewindeschraube
Holzgewindeschraube
Holzgewindeschraube
Holzgewindeschraube

Die Holzgewindeschraube in der zimmermannsmässigen Reparaturverbindung

Im historischen Holzbau besteht die zentrale Aufgabe bei Eingriffen darin, bauzeitliches und neues Holz dauerhaft tragfähig zu verbinden. Dies geschieht über klassische Holzfügungen wie Verblattungen, die formschlüssig hergestellt und dauerhaft zusammengezogen werden müssen. Hier setzen wir die Holzgewindeschraube ein. Sie ist Bestandteil der zimmermannsmässigen Reparaturverbindung und verbindet bestehendes und neues Holz kraftschlüssig und erschütterungsfrei, da sie eingeschraubt und nicht eingeschlagen wird. Denn im Fachwerkbau ist es besonders wichtig, dass empfindliche Ausfachungen oder historische Oberflächen nicht durch Vibrationen beschädigt werden. Ebenso ist in Dachkonstruktionen mit historischen Decken ruhiges Arbeiten entscheidend. Ein weiterer Vorteil ist die Materialverträglichkeit. Metallische Verbindungsmittel können korrodieren und ungewollte Wärmebrücken erzeugen. Die Holzgewindeschraube bleibt materialgleich, korrosionsfrei und konstruktiv sauber. Im Blockbau bewährt sie sich bei der Reparatur von geschädigten Blockbohlen, etwa bei inaktivem Hausbockbefall. Neue Bohlen können kraftschlüssig, schnell und leimfrei ergänzt werden. Es entstehen keine bauphysikalisch problematischen Leimschichten. In vielen Fällen ersetzt sie Holzdübel und zusätzliches Zugmittel in einem einzigen Verbindungsmittel. Sie ermöglicht eine saubere, reversible Reparatur ohne Fremdstoffe im Holz. Im Kern ist sie ein praxisorientiertes Werkzeug der zimmermannsmässigen Reparaturverbindung: ruhig in der Ausführung, materialgerecht, substanzschonend und konstruktiv konsequent.